Offensive für Mieter in Notlagen

Die gemeinnützige FLÜWO Stiftung ist eine der Säulen im Bereich „FLÜWO Soziales“ und mit ihrem außergewöhnlichen Leistungsportfolio deutschlandweit die erste ihrer Art. Sie wurde gegründet, um gezielt bedürftige Personen zu fördern und finanziell unterstützen zu können. Denn dies ist der Grundgedanke der FLÜWO-Sozialstrategie.

Das anfängliche Stiftungskapital von 500.000 Euro wird von der FLÜWO eG eingebracht. Darüber hinaus sind jährliche Zuwendungen geplant, die sich am Jahresergebnis der FLÜWO eG orientieren. Der Richtwert für diese Zuwendung lautet: ein Prozent der im Vorjahr vereinnahmten Nettokaltmieten.

Seit dem 28. Februar 2018 kann die FLÜWO Stiftung nun rechtskräftig agieren. Sie möchte

  • den Aufbau und die Stärkung von nachbarschaftlichen Strukturen gewährleisten und
  • eine selbstlose Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Quartier garantieren.

Übernahme von Mietzahlungen

Konkret bedeutet das zum Beispiel: Die Stiftung steigt für einen bestimmten Zeitraum in den Mietvertrag ein und übernimmt die Zahlungen, wenn Menschen sich in einer Notlage befinden und das Geld selbst nicht aufbringen können. Dies ist häufig der Fall, wenn persönliche Schicksalsschläge eingetreten sind: Trennung oder Tod des Partners, Krankheit oder Verlust der Arbeitsstelle.

 

Gleichzeitig arbeitet die Stiftung gemeinsam mit der betroffenen Mieterin oder dem Mieter an einer Lösung, damit sie oder er schnellstmöglich in eine stabile finanzielle Lage zurückkehren kann. Dies kann zum Beispiel ein Umzug in eine kleinere Wohnung sein.

Der Einbau von Hausnotrufsystemen wird von der FLÜWO Stiftung unterstützt.

Altersgerechte Umbauten

Um insbesondere älteren Menschen zu helfen, springt die Stiftung ein, wenn Umbaumaßnahmen bezahlt werden müssen, um die Wohnung altersgerecht herzurichten. In diesen Bereich fallen auch technische Nachrüstungen wie Notrufsysteme oder Sicherheitstechnik. Sollte eine solche Maßnahme nicht mehr greifen, hilft die Stiftung dabei, eine geeignete andere Wohnung zu finden, und kommt für die Umzugskosten auf.

Wer wird gefördert?

Wer die Hilfe der FLÜWO Stiftung in Anspruch nimmt, muss nicht unbedingt Mieterin oder Mieter der FLÜWO sein. Auch andere Menschen, die Wohnungen bei ehemals gemeinnützigen, kirchlichen, genossenschaftlichen oder kommunalen Wohnungsunternehmen mieten, können sich an die Stiftung wenden.

Voraussetzung ist aber in jedem Fall, dass das Mietverhältnis seit mindestens 20 Jahren besteht und der Anteil der Miete am verfügbaren Einkommen mindestens 30 Prozent beträgt.

Wer Unterstützung benötigt, stellt einen Antrag direkt bei der Stiftung. Sie überprüft für jeden Einzelfall, ob und welche Art der Förderung möglich ist. Dabei müssen die Antragsteller ihre Einkommensverhältnisse vollständig offenlegen. Denn das Geld soll am Ende nur dort ankommen, wo es wirklich gebraucht wird. So realisiert die FLÜWO Stiftung das strategische Ziel, die Fürsorge für die Mieterinnen und Mieter sicherzustellen.

Weitere Informationen unter www.fluewostiftung.de.

Stärkung der Quartiersstrukturen

Um die Quartiersstruktur am Wohnsitz der Mieterinnen und Mieter zu stärken, möchte die Stiftung darüber hinaus Kinder, Jugend- und Senioreneinrichtungen finanziell fördern. Zudem ist es denkbar, dass die Stiftung auch andere soziale Projekte unterstützt.

Artikelbild: Eröffnung des Wohncafés in Pforzheim in Kooperation mit der Diakonie. Nachbarschaftstreffs wie dieser können in Zukunft auch von der FLÜWO Stiftung gefördert werden.